Besondere Würdigung des Bürogebäudes Kundmanngasse beim Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2021

14. Januar 2022

Mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit werden hervorragende Leistungen von Bauherr:innen, Architekt:innen und Fachplaner:innen ausgezeichnet, die anspruchsvolle Architektur und ressourcenschonende Bauweise verbinden. Eine internationale Fachjury unter der Leitung von Katharina Bayer nominierte aus 72 Einreichungen zehn Projekte. Vier davon wurden mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2021 ausgezeichnet. 

Ne­ben vier Staats­preis­ge­win­nern wur­den auch wei­te­re sechs Pro­jek­te als "vor­bild­li­che Ob­jek­te" ge­wür­digt. Dar­un­ter auch das Bü­ro­ge­bäu­de Haupt­ver­ban­des der So­zi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger in der Kund­mann­gas­se in Wi­en. Ne­ben dem Ate­lier d’ar­chi­tec­ture Chaix & Mo­rel et as­so­ciés / Chris­ti­an An­ton Pich­ler ZT GmbH für die Ar­chi­tek­tur, wur­de das Pro­jekt durch Pas­siv­haus Aus­tria Mit­glied Schö­berl & Pöll GmbH bau­phy­si­ka­lisch be­glei­tet. Dar­über hin­aus wa­ren auch ZFG - Pro­jekt GmbH/ TB Ei­peldau­er + Part­ner GmbH  für die Haus­tech­nik und  AR­GE Östu Stet­tin - HA­BAU als Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer, so­wie Vas­ko+Part­ner für Bau­her­ren­be­glei­tung be­tei­ligt.

 

Dar­über hin­aus ge­wann das Ge­bäu­de den Pas­si­ve Hou­se Award 2021 in der Ka­te­go­rie Re­tro­fit.

 

Errichtet wurde das  Verwaltungsgebäude des „Dachverbandes der öster. Sozialversicherung“ 1976-1978  und 2019 einer Generalsanierung unterzogen. Das Gebäude in der Kundmanngasse 21 hat 16 oberirdische Geschosse und eine Gesamt-BGF von ca. 22.600 m2 wurde nach der Sanierung mit „EnerPHit Plus“ und „klimaaktiv Gold“ (996 von 1000 Punkten) zertifiziert. Ein an das Hauptgebäude anschließendes Nebengebäude mit 7 oberirdischen Geschoßen wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In diesem wurden ein Konferenzsaal und ein Restaurant errichtet. Aus einem internat. Wettbewerb gingen die Architekten Chaix & Morel et associés (Paris) und Arch. DI Christian Pichler (Wien) als Sieger hervor und haben als wesentliches architektonisches Merkmal die Photovoltaik-Anlagen (insgesamt 148,24 kWp) auf den Flachdächern von Hauptgebäude und Zubau als „fünfte Fassade“ konzipiert. Zusätzlich zur sehr guten therm. Sanierung wurde eine hocheffiziente und bedarfsorientierte Gebäude- und Haustechnik implementiert.

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