Viele interessante Vorträge beim Passivhaus Austria Seminar am 30.06.

21. Juli 2021

Am 30.06. fand ein weiteres Passivhaus Austria Seminar statt. Nach einer kurzen Einführung in das Thema des Nachmittags, "Sommerkomfort im Passivhaus" durch Leiter der Passivhaus Austria und des PHI in Innsbruck Laszlo Lepp trugen auch fünf Passivhaus Austria Mitglieder vor.

 

Ei­ni­ge in­halt­li­che Aus­schnit­te

 

Lasz­lo Lepp (Pas­siv­haus Aus­tria | Pas­siv­haus In­sti­tut)

Der glo­ba­le Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist sehr weit fort­ge­schrit­ten. Die Ge­bäu­dehül­le ist un­ter an­de­rem für einen bes­se­ren Kom­fort, so­wohl im Som­mer, als auch im Win­ter zu­stän­dig. Die Küh­lung von Ge­bäu­den wird jetzt durch die Er­der­wär­mung auch bei uns im­mer wich­ti­ger. Wär­me­las­ten kom­men so­wohl von au­ßen, durch die Son­nen­ein­strah­lung durch opa­ke und trans­pa­ren­te Bau­tei­le, als auch durch in­ter­ne Wär­me­quel­len, wie Per­so­nen, Ge­rä­te oder die Warm­was­ser­er­zeu­gung.

Pas­si­ve Maß­nah­men für bes­se­ren Kom­fort:

  •     Bau­li­cher und tem­po­rä­rer Son­nen­schutz
  •     Fens­ter­lüf­tung nachts
  •     Som­mer­by­pass bei me­cha­ni­scher Lüf­tung
  •     Erd­reich Wär­me­über­tra­gung, Erd­reich­kop­pe­lung bei Be­ton­ker­n­ak­ti­vie­rung
  •     Ef­fi­zi­en­te Ge­rä­te

 

Dr. Mag. Su­san­ne For­ma­n­ek (Grün­Statt­Grau)

Bau­werks­ge­brü­nung hilft ge­gen die som­mer­li­che Über­hit­zung, da sie ei­ne Art Dämm­schicht dar­stellt. Ei­ne   Pflan­ze heizt sich nicht mehr auf, als die Um­ge­bung­stem­pe­ra­tur. Wird es warm, schwitzt die Pflan­ze und kühlt ih­re Um­ge­bung und so­mit auch das Ge­bäu­de um bis zu 4 Grad ab.

 

Pflan­zen als Bau­werks­be­grü­nung

  • tra­gen da­mit zu ei­nem Son­nen­schutz bei,
  • sind ei­ne wei­te­re pas­si­ve Maß­nah­me,
  • schüt­zen das Ma­te­ri­al und
  • kön­nen auch bei Grau­was­ser­pro­jek­ten ein­ge­setzt wer­den.

 

as­soz.-Prof. Dr. Ing. Rai­ner Pflu­ger (Uni­ver­si­tät Inns­bruck)

Die Out­PHit In­itia­ti­ve sucht kos­ten­güns­ti­ge Lö­sun­gen für ei­ne schnel­le Sa­nie­rung mit zu­ver­läs­sig ho­her Qua­li­tät. Er­reicht wird dies durch ei­ne Kom­bi­na­ti­on von Sa­nie­rungs­sys­te­men mit ho­hen Vor­fer­ti­gungs- oder Kon­fi­gu­ra­ti­ons­gra­den, die den Qua­li­täts­an­for­de­run­gen des Ener­PHit –Stan­dards ge­recht wer­den. Es han­delt sich um ei­n For­schungs­pro­jekt mit eu­ro­pa­wei­ten De­mons­tra­ti­ons­ob­jek­ten.

 

Kern des Out­fit­pro­jek­tes ist

Pro­zes­s­op­ti­mie­rung

  • Op­ti­ma­les Zu­sam­men­spiel al­ler Ak­teur*in­nen durch über­ge­ord­ne­te Ko­or­di­na­ti­on
  • hoch­ak­tu­el­ler In­for­ma­ti­ons­fluss für ei­ne fun­dier­te Ent­schei­dungs­fin­dung

Vor­fer­ti­gung

  • er­mög­licht gleich­blei­bend ho­he Qua­li­tät durch Off­si­te Pro­duk­ti­on
  • bringt al­le Ak­teu­r*in­nen und Ent­schei­dungs­trä­ger*in­nen früh­zei­tig zu­sam­men
  • Re­duk­ti­on der On­si­te Sa­nie­rungs­zeit

 

DI (FH) Chris­ti­an Stru­ger (J. Pich­ler Ges.m.b.H)

Das Ziel ist es, 365 Ta­ge ein op­ti­ma­les Raum­kli­ma zu er­rei­chen, ei­ne hy­gie­ni­sche Luft und ei­ne ho­he Be­hag­lich­keit im Sin­ne von ei­nem op­ti­ma­len CO2 Ge­halt, so­wie ei­ner an­ge­mes­se­nen Luft­feuch­tig­keit und Wär­me zu ha­ben. Dar­über hin­aus ist es wich­tig, ge­rin­ge In­ves­ti­ti­ons­kos­ten zu ha­ben und ­ein ef­fi­zi­en­tes, als auch ener­gie­spa­ren­des Sys­tem mit der Nut­zung er­neu­er­ba­rer Ener­gie­quel­len und ei­ner ein­fa­chen In­stal­la­ti­on zu eta­blie­ren. In Pas­siv­häu­sern kann auf ein Wär­me­pum­pen­kom­pakt­ge­rät, an­statt ei­nes auf­wen­di­gen Sys­tems, zu­rück­ge­grif­fen wer­den.
 

Das Wär­me­pum­pen­kom­pakt­ge­rät zur Lüf­tung, Hei­zung und Küh­lung

  • hat 30 Pro­zent we­ni­ger In­vest­ment Kos­ten,
  • ist ein­fach und si­cher zu in­stal­lie­ren,
  • ver­zich­tet auf zu­sätz­li­che Ge­rä­te im Au­ßen­be­reich,
  • ist da­durch platz­spa­rend
  • und ist ein kom­pak­tes Ge­rät, das ir­gend­wo im Ne­ben­be­reich plat­ziert wer­den kann.


DI Hel­mut Schö­berl | DI Mar­ti­na Fei­rer (Schö­berl und Pöll | AAP Ar­chi­tek­ten)

Es geht dar­um, den Kom­fort in den Schul­klas­sen zu er­hö­hen. Es gibt Pro­ble­me mit der som­mer­li­chen Über­wär­mung, be­son­ders in den Städ­ten. Die nächt­li­che Ab­küh­lung funk­tio­niert in den dicht ver­bau­ten Städ­ten fast nicht. Es gibt im­mer mehr ganz­jähr­li­chen Be­trieb, vor al­lem auch in Kin­der­gär­ten, wo­durch die som­mer­li­che Über­wär­mung sehr wohl ein wich­ti­ges The­ma ist.

 

Emp­foh­le­ne Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der som­mer­li­chen Über­wär­mung in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen 

  1.     Sta­tu­ser­heb­ung mit dem Nut­zen: Wo wird es wann zu heiß?
  2.     Be­ge­hung des Ob­jek­tes mit Nut­zern und Fach­pla­nern
  3.     Be­stan­dser­he­bung
  4.     Ori­en­tie­rung
  5.     La­ge im Ge­bäu­de
  6.     Raum­geo­me­trie
  7.     Fens­ter­grö­ße/ Wär­me­ein­trag
  8.     Recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen
  9.     Re­gel­wer­ke ­hin­ter­fra­gen
  10.     Be­reits re­ali­sier­te Maß­nah­men aus­schöp­fen
  11.     Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen

 

 

 

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