Passivhaus beim Staatsbesuch ein wichtiges Thema

Passivhaus beim Staatsbesuch ein wichtiges Thema

Auf Einladung des Staatspräsidenten der Volksrepublik China, Xi Jinping, hat der  Bundespräsident der Republik Österreich, Alexander Van der Bellen, vom 6. bis 13. April 2018 der Volksrepublik China einen Staatsbesuch abgestattet. Er wurde von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bundesministerin Karin Kneissl, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Bundesminister Norbert Hofer und Bundesministerin Margarete Schramböck begleitet.

Die beiden Staatsoberhäupter hatten dabei einen vertieften Gedankenaustausch zu den bilateralen Beziehungen, zu Kooperationen in verschiedenen Bereichen und zu regionalen und globalen Fragen von gemeinsamem Interesse.

So haben Österreich und China beschlossen, ihre Beziehungen auf die Ebene einer von Freundschaft getragenen Strategischen Partnerschaft anzuheben. Mit dieser Strategischen Partnerschaft anerkennen Österreich und China die Bedeutung, Vielfalt und Intensität, die den bilateralen Beziehungen heute zukommt.

Die bestehende Zusammenarbeit in den Bereichen Umweltschutz und Bekämpfung des Klimawandels wird von beiden Seiten gewürdigt und fortgesetzt. Beide Seiten werden verstärkt bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung, Förderung von erneuerbaren Energien und nachhaltiger Urbanisierung zusammenarbeiten.

Dawid Michulec, Stefanie Roithmayr, Elisabeth Köstinger und Peter Li beim Staatsbesuch in ChinaDI Stefanie Roithmayr bei der Vertragsunterzeichnung vor der hochrangigen Delegation aus ÖsterreichDawid Michulec nach der Vertragsunterzeichnung mit der hochrangigen Delegation aus Österreich

Passivhaus "Made in Austria" in China sehr gefragt
Auch österreichische Unternehmen aus der Baubranche und speziell Mitglieder der Passivhaus Austria sind seit Jahren in China stark vertreten und haben seit 2010 Pionierarbeit mit ihrem Passivhaus-Know-how als Dienstleister, Projektentwickler, -steuerer und -controller geleistet. Sei es beispielsweise bei der Ausbildung von Bürgermeistern in ganz China oder den Stadtverwaltungen von Beijing, Tianjin, Shanghai oder Nantong, ebenso wie bei mehreren konkreten Projektumsetzungen wie beispielsweise in Zhuozhou und Hangzhou. Bei der aktuellen Wirtschaftsreise konnten Stephanie Roithmayr für Schöberl & Pöll  sowie Dawid Michulec bereits weitere Passivhaus-Projekte vereinbaren, darunter Projekte in der neuen Megametropole Peking II, wo künftig 130 Millionen Menschen leben sollen, sowie in Gaobeidian und Hangzhuo.

Geplantes Passivhaus Bürogebäude in China; Credits: Dawid MichulecGeplantes Passivhaus-Museum in China; Credits: Dawid Michulec

Auch Peter Li, von WinDoor City, war bei den Treffen dabei. WinDoor City baut zurzeit in Gaobeidian,  südlich von Peking in der Provinz Hebei, die weltweit größte Passivhaus-Siedlung mit knapp 1,2 Millionen Quadradmeter zertifizierter Passivhäuser. Dass das Passivhaus in China sehr gefragt ist, zeigt sich auch daran, dass die Internationale Passivhaustagung nächstes Jahr in China stattfinden wird. Schließlich werden die meisten neuen Passivhäuser derzeit in China geplant und errichtet.

 

Titelfoto: Begrüßungszeremonie für Bundespräsident Alexander Van der Bellen durch den Staatspräsidenten der Volksrepublik China XI Jinping; Foto: Peter Lechner/HBF

Dienstag, 10 April, 2018