Eisblockwette in Velden enthüllt

Eisblockwette in Velden enthüllt

In Velden wurde nach 99 Tagen mit einer langen Hitzeperiode die Passivhaus-Hülle gehoben, um zu sehen, wie viel Eis noch übrig ist. Bei dem Projekt der regionalen Schulen und des Klimabündnisses Kärnten zeigte sich deutlich, dass sich gute Wärmedämmung bezahlt macht.

Spannend wurde es gleich zu Beginn der Veranstaltung: Der Eisblock aus Weissensee-Eis wurde enthüllt, der genau 99 Tagen gedämmt im Passivhaus-Standard im Innenhof des Veldener Bildungszentrums der prallen Sonne und Frühsommerwärme ausgesetzt war. Groß war dann die Überraschung, dass mehr als 62% an Resteis vorhanden war! Den beteiligten Kindern und auch den anwesenden Eltern wurde damit einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig gute Gebäudedämmung ist.

Am besten geschätzt und damit am nächsten zu diesem Ergebnis gekommen sind die Kinder der NMS Velden, gefolgt von den Volksschulen Velden, Schiefling und Ludmannsdorf. Die Klassen konnten tolle Preise wie Ausflüge zum Pyramidenkogel, nach Minimundus oder eine Schifffahrt und Eis für die ganze Klasse entgegennehmen.

Unter der Moderation von Ernst Sandriesser wurde den zahlreichen Besuchern ein interessantes Programm geboten, das vor allem von den Kindern der teilnehmenden Schulen getragen wurde.

Weiter ging es auf der Bühne mit dem großen Auftritt der Kinder, die mit Klimaliedern, Sketches und Vorführungen zum Klimaschutz das Publikum begeisterten. Der Schulchor der VS Ludmannsdorf unter Leitung von Sara Müller eröffnete mit einem zweisprachigen Klimalied die Darbietungen der am Projekt beteiligten Schulen. Die NMS Velden präsentierte eine Zeitreise durch das Klimaschulen-Jahr, die SchülerInnen der Volksschule Velden machten sich Gedanken über den Klimawandel. Zum Abschluss präsentierten die Kinder aus Schiefling das im Projekt entstandene mehrsprachige Klima- und Energiewörterbuch.

Landesrätin Sara Schaar sowie die Bürgermeister Ferdinand Vouk und Manfred Maierhofer zeigten sich beeindruckt vom Projekt und betonten, wie wichtig gerade für die Kinder und deren Nachkommen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind. Großer Dank wurde dem KEM-Manager Armin Bostjančič‐Feinig für den unermüdlichen Einsatz und die Organisation der „Klimaschulen“ ausgesprochen.

Ein weiteres Schulprojekt, das SchülerInnen der Veldener Schulen und Kindergärten in den letzten Jahren beschäftigt hat wurde präsentiert: Flora@velden.eu.

Unter der Leitung von Christine Pichler-Koban beschäftigten sich die Kinder mit der Pflanzenwelt rund um den Bildungscampus. Diese setzt sich aus Pflanzen sehr unterschiedlicher Herkunft zusammen, die  trotzdem als typisch und „heimisch“ wahrgenommen werden. Im Projekt lernten die Kinder und Jugendlichen die Pflanzen ihrer Umgebung, ihre Ansprüche und Nutzung kennen und erfuhren auf welchen Wegen und unter welchen Umständen sie zu uns gekommen sind. Die Vermittlung erfolgte fächerübergreifend, schulübergreifend und über Altersstufen hinweg und wurde von E.C.O. Institut für Ökologie und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wissenschaftlich begleitet.

Zum Schluss machte auch noch Eismeister Norbert Jank vom Weissensee  eine Aufwartung, der im März die Eisblöcke für die Eisblockwette aus dem Weissensee geschnitten hat. Das Projekt „Klimaschulen“ wurde vom Klima- und Energiefonds gefördert.

 

Titelfoto: Enthüllung des Eisblockes; Credits: Christian Salmhofer

Dienstag, 3 Juli, 2018