Zwei belgische Großstädte leben die rasante Passivhaus-Entwicklung vor

Zum einen ist die Region Brüssel weltweit die erste Region in der ab 2015 verpflichtend der Passivhaus-Standard flächendeckend eingeführt wird. Die Vorbereitungen dazu laufen seit 2007, als das erste Passivhaus in Brüssel errichtet wurde. Nur drei Jahre später waren dank eines klar kommunizierten Förderprogramms 156 Objekte mit 265.000 Quadratmeter Nutzfläche in Bau. Wegen der Vorbildwirkung für die flächendeckende Einführung werden seit 2010 alle öffentlichen Bauten in Passivhaus-Standard realisiert. Dass sich darunter auch viele Altbausanierungen auf Passivhaus-Standard befinden versteht sich beinahe schon von selbst.

Antwerpen setzt ebenfalls auf die vorbildliche Passivhaus-Umsetzung. So kann Antwerpen sehr erfolgreich auf die gestartete Realisierung von gleich zwei Stadtentwicklungsgebieten verweisen, bei denen das Passivhaus den Mindeststandard darstellt. Das Stadtentwicklungsgebiet „Nieuw Zuid“ wird insgesamt eine Nutzfläche von 400.000 Quadratmetern umfassen.

Besonders hervorzuheben ist, dass ursprünglich im zweiten Stadtviertel Cadix Distrikt auf ‘Het Eilandje’, dem ehemaligen Hafen aus dem 19. Jhd., mit geplanten 200.000 Quadratmetern Nutzfläche, der Passivhaus-Standard gar nicht Vorgabe war, allerdings die anbietenden privaten Bauträger ausnahmslos auf den Passivhaus-Standard gesetzt hatten. Somit war für die Stadtverwaltung die logische Konsequenz auch die verbleibenden Bauabschnitte konsequent in diesem Standard umsetzen zu lassen.

Die Passivhaus Austria wird im Umfeld zur Internationalen Passivhaustagung in Aachen im Rahmen einer Gruppenreise von 24. – 27. April eine Besichtigungstour dieser beiden Passivhaus-Vorbildregionen organisieren. Interessenten ersuchen wir um Kontaktaufnahme unter office@passivhaus-austria.org

Cadix building blocks (c) AG Stadsplanning Nieuw Zuid (c) Secchi & Vigano