zeba 2014 war ein voller Erfolg

Äußerst zufrieden Bilanz ziehen die Veranstalter der zeba 2014: Die Fachtagung „Zukunft Energie, Bauen, Architektur“ stand unter dem Motto „Paradigmen auf dem Prüfstand“. 360 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bau- und Baunebengewerbe aus nahezu allen Teilen Österreichs nutzen diese attraktive Chance, sich profund zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Ein Höhepunkt des anspruchsvollen Programms markierte die Key-Note von Franz Alt: Der deutsche Autor, Journalist und Fernsehmoderator hielt ein beeindruckendes, lebendiges und gleichermaßen aufrüttelndes Referat zum Thema „Auf die Zukunft bauen – Planen, bauen, sanieren im 21. Jahrhundert“. Sein Credo: „Die Energiewende kostet Geld. Keine Energiewende kostet die Zukunft.“ Die Menschheit ist mehr als gefordert, den Klimawandel einzudämmen. Bei ökologisch verträglichen Neubauten und vor allem der Sanierung von Bestandsgebäuden sind daher in Zukunft neue Kriterien ausschlaggebend.

Zweitägige Fachtagung bot zahlreiche interessante Einblicke
Bruno Oberhuber, GF der Energie Tirol, unterstrich in seinem Referat die Bedeutung der leistbaren Standards in der Sanierung. Er strebt in Tirol für die Sanierung ebenfalls Neubau-Standard an. Schließlich gibt Tirol jährlich 2 Mrd. Euro für fossile Energieträger aus – um 2 Mrd. Euro zu viel.

Engelbert Spiß von der Neuen Heimat Tirol bestätigte den Erfolgskurs der NHT. Mit 2.000 Wohnungen in Passivhaus-Standard setzt die NHT seit Jahren konsequent auf den effizientesten Standard im Neubau. Dass solche Großobjekte kosteneffizient planbar und realisierbar sind, zeigte Arch. Markus Prackwieser von DIN A4 Architekten an Hand der beiden Wohnanlagen Lodenareal und O3 auf.

Beeindruckende Ergebnisse präsentierte auch Martin Ploss vom Energieinstitut Vorarlberg. So lässt sich mit wenigen Planungs- und Ausführungsdetails der Heizwärmebedarf leicht um 3 – 8 kWh/m²a verbessern und gleichzeitig auch noch erheblich Baukosten sparen. Gute Planung und Ausführung zahlen sich also doppelt aus! Wie mit LowVent und Kaskadenlüftung im Wohnbau Vereinfachungen und Optimierungen zu weiteren Kostenreduktionen im immer mehr gefragten Komfortlüftungssektor führen, erläuterte Christian Obmascher von J. Pichler Lüftungstechnik.

Markus Regensburger, GF der IG Passivhaus Tirol und Mitinitiator der zeba, zeigte sich gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Feist, Univ. Prof. an der UNI Innsbruck, Leiter des Passivhaus Instituts und Präsident der Passivhaus Austria, sowie Günter Lang, Leiter der Passivhaus Austria, sehr erfreut über die positive Entwicklung des Passivhaus-Standards in Tirol.

Die Fachtagung fand mit insgesamt drei Podiumsdiskussionen seine inhaltliche Abrundung. 2015 findet die nächste Auflage der zeba statt.

Trafen einander bei der zeba 2014 wieder: Key-Note-Redner Dr. Franz Alt (links) und Prof. Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhausinstitutes und Vater des Passivhauses; Fotocredits: Maria Köhle

Trafen einander bei der zeba 2014 wieder: Key-Note-Redner Dr. Franz Alt (links) und Prof. Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhausinstitutes und Vater des Passivhauses; Fotocredits: Maria Köhle

Titelfoto: Markus Regensburger, GF der IG Passivhaus Tirol, mit Florian Lang (Passivhausplaner Herz & Lang), Prof. Dr. Wolfgang Feist, Siegfried Walser (Isocell) und Günter Lang (Passivhaus Austria) (v.l.); Fotocredits: Maria Köhle

Mittwoch, 5 Februar, 2014