Ungeheure 5,3 Billionen Dollar Förderung für fossile Energie!

Wie der Internationale Währungsfonds im Mai veröffentlichte, werden 2015 weltweit 5,3 Billionen US-Dollar in die Förderung für fossile Energieträger fließen! Stattdessen sollten gerechte Preise für diese bezahlt und Sanierungen von Gebäuden forciert werden. Damit wäre der Bevölkerung und dem Klima geholfen.

Eine im Auftrag des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellte Studie zeigt die vehementen Verzerrungen zu Gunsten fossiler Energiequellen auf: Öl, Gas und Kohle werden 2015 weltweit mit 5,3 Billionen US-Dollar gefördert, ein Anstieg um über 25 Prozent gegenüber 2011! „Dies entspricht dem Vermögen von 5 Milliarden Menschen, die über ein durchschnittliches Vermögen von nur 1.060 US-Dollar je Bürger verfügen. Demgegenüber entspricht die Subventionierung der fossilen Energieträger umgerechnet 726 Dollar pro Erdenbürger“, verdeutlicht Günter Lang die ungeheure Umverteilung für unseren ungehemmten Verbrauch fossiler Energien. Am vehementesten wirken sich die Folgekosten aus, die nicht von den Firmen selbst, sondern von der öffentlichen Hand getragen werden. Nicht nur der Klimawandel, auch Gesundheitsprobleme etc. durch z.B. schlechte Luft fallen hier ins Gewicht. Der Internationale Währungsfonds hat bereits 2013 eine Reform der Förderungen für fossile Energie gefordert.

Der Energieverbrauch in Gebäuden ist für 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauches verantwortlich, was vor allem auch die ärmere Bevölkerung überproportional belastet, da diese zumeist in schlecht gedämmten Häusern wohnt. Die Passivhaus Austria fordert daher eine ambitionierte Umstrukturierung zur wirksamen Förderungen von Energieeffizienzmaßnahmen bei gleichzeitigem Abbau der Förderungen von fossiler Energie. Nur mit Investitionen in „Deep Renovations“, wie sie auch das Europäische Parlament und der Vizepräsident der EU-Kommissar erst kürzlich in Wien gefordert hat, wird die Dienstleistung komfortables Raumklima in Sommer und Winter zu schaffen nachhaltig für alle Bevölkerungsschichten leistbar.

Die Studie des IMF International Monetary Fund in der Kurzversion ist verfügbar unter: www.imf.org

 

Montag, 8 Juni, 2015