So klappt es mit der Energieeffizienz

So klappt es mit der Energieeffizienz

Wie wird bei energieeffizienten Gebäuden die geplante Energieeinsparung tatsächlich auch erreicht? Mit diesem Thema befasst sich der Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser bei seiner nächsten Sitzung am 16. Dezember 2016. Experten des energieeffizienten Bauens behandeln bei dieser sowie bei zwei weiteren Sitzungen des Arbeitskreises Aktuelles aus Forschung und Praxis. Die Veranstaltungen in Darmstadt sind öffentlich und richten sich insbesondere an Planer, Architekten, Wohnbaugesellschaften und Kommunen.

Benutzerfreundliche Technik
Erfahrungen aus zahlreichen Projekten zeigen, dass eine sachgerechte Inbetriebnahme und Übergabe an den Nutzer eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg ist. Selbst mit der in Passivhäusern üblichen schlanken und benutzerfreundlichen Technik kommt die Energieeffizienz erst dann voll zum Tragen, wenn der Nutzer weiß, worauf er achten muss.

Kompetente Inbetriebnahme
„Grundsätzlich ist eine kompetente Inbetriebnahme für alle Gebäude wichtig, nicht nur für Passivhäuser. Überall kann der energieeffiziente Vorteil durch unsachgemäße Steuerung deutlich reduziert werden, wenn z.B. in einem Gebäude Heizung und Kühlung gleichzeitig und damit gegeneinander arbeiten. Daher ist eine an den Nutzer angepasste Inbetriebnahme wichtig“, erklärt Søren Peper vom Passivhaus Institut.

Schwimmbäder und Schulen
Auch bei Nichtwohngebäuden wie Schwimmbädern und Schulen beeinflusst eine  sachgerechte Übergabe den Erfolg der Energieeffizienz. Das Passivhaus Institut beriet unter anderem die Stadtwerke Bamberg beim neuen Passivhaus-Schwimmbad „Bambados“ und sorgte so für eine erfolgreiche Übergabe des Gebäudes sowie eine Betriebsoptimierung.

Einsparpotentiale realisieren
Søren Peper: „Bei Hallenbädern mit der deutlich größeren Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist besonders auf eine angepasste Einregulierung der Heizungs- und Lüftungstechnik zu achten. Dann lassen sich auch hier die großen Einsparpotentiale realisieren. Bei einer Schule sollte sich der Lüftungsbetrieb eng an der Nutzungszeit orientieren.“

Vermittlung zwischen Theorie und Praxis
Der Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser (AkkP) vermittelt seit seiner Gründung im Jahr 1996 zwischen Theorie und Praxis. Bei den ganztägigen Treffen in Darmstadt werden zentrale und aktuelle Fragen des energieeffizienten Bauens nach ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung in öffentlichen Sitzungen vorgestellt und mit dem Fachpublikum diskutiert. Die Ergebnisse  werden in  Protokollbänden publiziert.

Programm des 52. Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser, Freitag, 16.12.2016
Inbetriebnahme und Betriebsoptimierung als Erfolgsfaktoren für energieeffiziente  Gebäude

  • Gemessener Verbrauch, Einflüsse und Ursachen von Verbrauchs- und  Bedarfsdifferenzen
  • Hilfestellung bei Inbetriebnahme
  • Lösungen zur Erfassung und Überwachung des Verbrauchs
  • Werkzeuge der Betriebsüberwachung
  • Praxisbeispiele und Erfahrungen bei Inbetriebnahme, u.a.  seitens der Stadt Frankfurt

Sommerkomfort und  kontrollierte Lüftung
Im Herbst 2016 gaben das Passivhaus Institut und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Träger der Veranstaltungen drei neue Termine des Arbeitskreises bekannt. Damit wird die  erfolgreiche Themenreihe des Passivhaus  Instituts bis Ende 2017 verlängert. Am 24. März 2017 lautet das Thema „Sommerkomfort im Wohnbau“. Am 10. November 2017 geht es um „Neue Konzepte der kontrollierten Lüftung“.

Als Weiterbildung anerkannt
Mitglieder der Passivhaus Austria, der iPHA sowie Mitarbeiter von Kommunen zahlen einen reduzierten Teilnehmerbeitrag. Die Sitzungen des Arbeitskreises sind als  Weiterbildungen anerkannt. Anmeldung und weitere Infos unter:

http://www.passiv.de/de/06_fortbildung/01_akkp/02_akkp.htm

 

Titelfoto: Schwimmbad "Bambados" in Bamberg im Passivhaus-Standard. © Passivhaus Institut

Mittwoch, 7 Dezember, 2016