Passivhäuser mit Photovoltaik zu besichtigen

Passivhaus mit Photovoltaik

Ein Passivhaus spart nicht nur ein Leben lang Kosten. Zu den größten Vorteilen der energieeffizienten Bauweise zählt der hohe Komfort. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, hat an den „Tagen des Passivhauses“ die Chance – vom 7. bis 9. November können rund 100 Passivhäuser in ganz Österreich und darüber hinaus weltweit besichtigt werden. Experten zeigen, wie ein Passivhaus funktioniert, Bewohner geben ihre Erfahrungen weiter. Dabei wird auch schnell klar - Passivhaus und Solarenergie sind die kongenialen Partner, um unsere Zukunft  nachhaltig leistbar zu meistern.

Einfamilienhaus in Passivhaus-Standard

TU Wien Chemiehochhaus in Passivhaus-Plus-Standard

Firmensitz in Passivhaus-Standard

Passivhaus-Hotel

Einfamilienhaus in Passivhaus-Standard

Plusenergiebürogebäude oh456 in Thalgau

Passives Mehrfamilienhaus in Weiz

Mittlerweile gibt es österreichweit rund 12.000 Passivhäuser mit über 9 Millionen Quadratmetern Nutzfläche. In der Stadt Brüssel wird bereits ab 1.1.2015 das Passivhaus der Mindeststandard in der Bauordnung sein und bei umfassenden Sanierungen wird der Energieverbrauch maximal um 20 Prozent darüber liegen. Der Staat Luxemburg folgt diesem Vorreiter mit Jahresbeginn 2017.

Die Vorzüge des Passivhauses „hautnah“ erleben
„In Österreich haben sich in allen Bundesländern rund 100 Passivhaus-Besitzer und -Bewohner bereit erklärt, ihre Erfahrungen gerne mit angehenden Bauherren zu teilen“, freut sich Günter Lang, Koordinator der Tage des Passivhauses in Österreich. Bei einer Besichtigung wird schnell deutlich, was ein Passivhaus auszeichnet: Allergiker können endlich wieder aufatmen, die Luftqualität ist nachweislich höher als in konventionellen Gebäuden, Schimmelbildung ist praktisch ausgeschlossen – und natürlich können auch in einem Passivhaus die Fenster geöffnet werden. Egal ob Neubau oder Sanierung, ob Eigenheim, Wohnhaus, öffentlicher oder gewerblicher Bau - wer als angehender Bauherr oder Mieter noch unsicher ist, kann im Gespräch mit Passivhaus-Bewohnern viele Fragen klären.

Photovoltaik und Passivhaus ideale Geschwister
Photovoltaik und Passivhaus sind ideale Geschwister. „Durch den geringen Energiebedarf des Passivhauses ist eine Photovoltaik-Anlage besonders kostengünstig. Eine 5 Kilowattpeak Photovoltaik-Anlage (ausreichend für einen 5-Personen-Haushalt im Passivhaus) ist heute, abzüglich der Förderungen, durchschnittlich um 5.000 Euro kostengünstiger als im Jahr 2010 und sorgt sogar für die E-Mobilität“, unterstreicht Dr. Hans Kronberger, Präsident Bundesverband Photovoltaic Austria.
Weitere Infos: www.pvaustria.at/sonnenstrom_fuer_mich

Wie häufig die Kombination aus Photovoltaik und Passivhaus bereits zum Einsatz kommt, zeigt sich auch bei den Tagen des Passivhauses:

  • Mehr als die Hälfte der Objekte sind mit Photovoltaik-Anlage
  • Vierzehn „Passivhaus Plus Gebäude“ sind zu besichtigen
    Dabei handelt es sich um:
    • Plus-Energie-Dachgeschossausbau in Wien 1020
    • TU Wien Plus-Energie-Bürohochhaus in Wien 1060
    • Boutiquehotel Stadthalle in Wien 1150
    • Technologiezentrum aspern IQ in Wien 1220
    • Bürogebäude der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn 2115
    • Vorzeigeprojekt LISI in Vösendorf 2331
    • EFH Frankel in Willendorf 2732
    • Doppelhaus Haselberger in Rohrendorf 3495
    • Plusenergiebürogebäude oh456 in Thalgau 5303
    • EFH K in Graz 8055
    • Passivhaus Plus Doppelhaushälfte 1 in Weiz 8160
    • Passivhaus Plus Doppelhaushälfte 2 in Weiz 8160
    • Passivhaus Plus Reihenhaussiedlung in Weiz 8160

Altbausanierungen zum Passivhaus statt zittern um Gas
Jedes sechste Besichtigungsobjekt wird eine Altbausanierung auf EnerPHit- oder Passivhaus-Standard sein. Neun der vierzehn Sanierungen haben auch eine Photovoltaikanlage für die solare Energieversorgung. Alle Sanierungsobjekte vereint eine Energieeffizienzsteigerung von 90 bis 97 Prozent. Die Bewohner und Nutzer sind begeistert vom erheblich verbesserten Komfort und der guten Luftqualität.

Diese Beispiele sind die besten Vorlagen für einen künftigen Sanierungsscheck. „Um den notwendigen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung zu erreichen, ist konsequent auf umfassende Sanierungen mit einer Steigerung der Energieeffizienz von zumindest 85 Prozent zu setzen“, unterstreicht Günter Lang, Leiter der Passivhaus Austria, die Notwendigkeit effizienter Maßnahmen und rechnet vor: Ein Zuschuss von € 100,- pro Quadratmeter und Fördervolumen von jährlich 500 Mio. Euro bringt:

  • Fünf Mio. Quadratmeter Altbau jährlich nachhaltig sanieren
  • 100 Mio. Euro Entlastung des österreichischen Handelsbilanzdefizites pro Jahr
  • 720 Mio. Euro Steuereinnahmen pro Jahr
  • Zusätzliche Green-Jobs durch thermische Altbausanierung
  • Mieter, Eigentümer und Nutzer genießen Vorteile von deutlich günstigeren Energierechnung und dem erhöhten Wohn- und Nutzerkomfort

Die österreichische Botschaft ist – „Passivhaus Plus“
Nicht nur in Österreich werden wieder tausende Menschen im ganzen Land unterwegs sein, um sich bei Passivhaus-Bewohnern die Ideen für ihre eigene künftige Wohlfühloase zu holen. Auf der ganzen Welt werden an diesem Wochenende hunderte Passivhäuser in allen Klimazonen zu besichtigen sein. So auch die österreichische Botschaft in Jakarta in Indonesien, wo ausschließlich die Reduktion des Energiebedarfs zur Kühlung und Luftentfeuchtung im Vordergrund steht. Und im kalten Whistler / Kanada wird das Österreichhaus, Stützpunkt bei den olympischen Winterspielen 2010, zu besichtigen sein.

Die „Tage des Passivhauses“ sind eine Initiative der iPHA (International Passive House Association), sowie der Passivhaus Austria für Österreich und finden vom 7. bis 9. November 2014 statt. Hier finden Sie alle Besichtigungsobjekte aus Österreich.

 

Donnerstag, 30 Oktober, 2014