Klimaschutzpreis-Sieger öffnen ihre Türen

Siegerteams Sonnenplatz Großschönau (links) und Gemeinde Weiz (rechts) mit BM Rupprechter (4.v.r.) und Lang, Leiter der Passivhaus Austria (2.v.l.)

Die beiden erst gestern ausgezeichneten Sieger-Gemeinden des Klimaschutzpreises 2014 Weiz und Großschönau, werden dieses Wochenende gleich 6 Pionierprojekte im Rahmen der "Tage des Passivhauses" für die Bevölkerung zur Besichtigung öffnen. Beide Orte sind Vorzeigemodelle für den aktiven Einsatz für das Passivhaus. Während Weiz eine ganze Siedlung an Plusenergiehäusern basierend auf dem Passivhaus-Standard ein Zuhause bietet, propagiert Großschönau die Energiewende mit einem eigenen Museum und Kompetenzzentrum im Passivhaus-Standard sowie einem eigenen Passivhaus-Musterdorf zum Probewohnen. Damit haben sich beide den Klimaschutzpreis mehr als verdient.

Doppelhaushälfte in Passivhaus Plus-Standard

Passives Mehrfamilienhaus in Weiz

Forschungs- und Kompetenzzentrum für Bauen und Energie am Sonnenplatz

Musterhaus in Passivhaus-Standard

 

Neben den frisch geehrten Projekten, werden auch etliche frühere Siegerprojekte, wie mehrere Studentenheime, das Boutiquehotel Stadthalle oder ein Strohhaus, ihre Türen öffnen. Auch das am 04.11.2014 ausgezeichnete Landesgericht Korneuburg wird zu besichtigen sein. Und in mehreren Lebensmittelmärkten in Tirol, Oberösterreich und dem Burgenland kann man neben dem Einkaufen sich auch gleich über den Passivhaus-Standard dieser Objekte erkundigen. So gibt es für jeden Geschmack etwas zu sehen.

In 50 Einfamilien- und Wohnhäuser geben die Bewohner gerne Auskunft über ihre persönlichen Wohnerfahrungen und in zwei Hotels wird man auch gleich zum Übernachten eingeladen – denn man muss diesen enormen Komfortunterschied einfach selbst erlebt haben. Auch für alle Altersklassen gibt es Passivhäuser zu besichtigen: So haben auch Kindergärten, Schulen, Universitäten, Studenten- und Seniorenheime ihre Türen geöffnet. Und zu guter Letzt laden auch ein Cafe in Kärnten, ein Veranstaltungszentrum in Vorarlberg, sowie zwei Pfarrheime und eine Kirche in Passivhaus-Standard zum Besuch ein. Mittlerweile gibt es österreichweit rund 12.000 Passivhäuser mit über 9 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

Die Vorzüge des Passivhauses „hautnah“ erleben
„In Österreich haben sich in allen Bundesländern rund 100 Passivhaus-Besitzer und -Bewohner bereit erklärt, ihre Erfahrungen gerne mit angehenden Bauherren zu teilen“, freut sich Günter Lang, Koordinator der Tage des Passivhauses in Österreich. Bei einer Besichtigung wird schnell deutlich, was ein Passivhaus auszeichnet: Allergiker können endlich wieder aufatmen, die Luftqualität ist nachweislich höher als in konventionellen Gebäuden, Schimmelbildung ist praktisch ausgeschlossen – und natürlich können auch in einem Passivhaus die Fenster geöffnet werden. Egal ob Neubau oder Sanierung, ob Eigenheim, Wohnhaus, öffentlicher oder gewerblicher Bau - wer als angehender Bauherr oder Mieter noch unsicher ist, kann im Gespräch mit Passivhaus-Bewohnern viele Fragen klären.

Wie häufig die Kombination aus Photovoltaik und Passivhaus bereits zum Einsatz kommt, zeigt sich auch bei den Tagen des Passivhauses:
• Mehr als die Hälfte der Objekte sind mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet
• Vierzehn „Passivhaus Plus Gebäude“ erzeugen sogar mehr Energie als sie verbrauchen

Nicht nur in Österreich werden wieder tausende Menschen im ganzen Land unterwegs sein, um sich bei Passivhaus-Bewohnern die Ideen für ihre eigene künftige Wohlfühloase zu holen. Auf der ganzen Welt werden an diesem Wochenende hunderte Passivhäuser in allen Klimazonen zu besichtigen sein. So auch die österreichische Botschaft in Jakarta in Indonesien, wo ausschließlich die Reduktion des Energiebedarfs zur Kühlung und Luftentfeuchtung im Vordergrund steht. Und im kalten Whistler / Kanada wird das Österreichhaus, Stützpunkt bei den olympischen Winterspielen 2010, zu besichtigen sein.

Die „Tage des Passivhauses“ sind eine Initiative der iPHA (International Passive House Association), sowie der Passivhaus Austria für Österreich.

Hier finden sie alle zur Besichtigung offen stehenden Passivhäuser aus Österreich.

Titelfoto: Siegerteams Sonnenplatz Großschönau (links) und Gemeinde Weiz (rechts) mit BM Rupprechter (4.v.r.) und Lang, Leiter der Passivhaus Austria (2.v.l.)

Dienstag, 4 November, 2014