Component Award zeigt: Passivhaus-Fenster für Bauherren profitabel

Component Award 2014

Die Sieger des ersten Component Awards stehen fest: Insgesamt zwölf Passivhaus-Fenster erhalten eine Auszeichnung. Die eigentlichen Gewinner aber sind die Bauherren – denn die Ergebnisse des internationalen Wettbewerbs zeigen, dass mit hoch energieeffizienten Bau-Komponenten bares Geld gespart werden kann. Für ein Beispielgebäude boten Hersteller ihre Produkte zu Endkundenpreisen inklusive Einbau an. Gewertet wurde in den vier Kategorien „Kunststoff“, „Holz“, „Holz-Aluminium“ und „Aluminium“. Maßgeblich war dabei die Gesamteinsparung bei Investitions- und Energiekosten im Vergleich zu Standardfenstern. Die Verleihung des Awards erfolgt auf der Internationalen Passivhaustagung vom 25. bis 26. April in Aachen.

Gleich 3 Passivhaus Austria Mitglieder unter den Preisträgern
In der Kategorie „Holz“ geht der geteilte erste Preis an das Fenster Natura Optimo XL von dem slowenischen Hersteller M Sora und an den deutschen Fensterbauer Pfeffer für das Pfeffer RPS. Den zweiten Preis erhält das Holz-2-Holz von Freisinger-Optiwin aus Tirol. Im Bereich „Holz-Aluminium“ erreichten das Smartwin Compact von Lorber / pro Passivhausfenster aus der Steiermark sowie das Futura von Bieber-Optiwin aus Frankreich die besten Werte – gefolgt auch hier von dem Optiwin-Partner Freisinger, diesmal mit dem Fenster Alu-2-Holz.

Der erste Preis in der Kategorie „Kunststoff“ geht an das VADB-Plus 550 der deutschen Hilzinger FBS GmbH. Bei den „Aluminium“-Fenstern setzten sich das Pural eco 90 der südhessischen Pural GmbH und das Frame 90 WI des bayerischen Herstellers Raico durch. Außerdem werden drei Sonderpreise vergeben: an die deutsche Passivhaus Transfer (dHPt) für das Fenster Delta Plus Cold Climate („Holz-Glasfaserkunststoff“); an Wiegand Fensterbau für die in den Systemen DW-plus eingesetzten Gläser („Innovative Verglasung“); und an den Hersteller Pazen Fenster + Technik für das ENERsign arctis („Niedrigste Wärmeverluste“). Die Passivhaus Austria gratuliert den Siegern und freut sich über die Erfolge ihrer Mitglieder.

„Wir freuen uns über die rege Beteiligung am Award und gratulieren den Preisträgern“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Feist, wissenschaftlicher Leiter des Passivhaus Instituts, das den Wettbewerb ausgelobt hat. Aus den insgesamt 41 Einreichungen gehe eindeutig hervor, dass Passivhaus-Fenster für Bauherren finanziell sehr attraktiv seien. „Bei den Gewinnern sind über den Lebenszyklus der Produkte Gesamtkosteneinsparungen von mehr als 25 Prozent möglich. Mit Passivhaus-Qualität wird die Energiewende somit nicht nur leistbar, sondern sogar profitabel.“

„Energetisch hochwertige Komponenten sind ein ganz entscheidender Baustein für den Erfolg des Passivhauses. Dabei ist es wichtig, dass die Produkte nicht nur Vorteile bei Komfort und Behaglichkeit bieten, sondern auch wirtschaftlich sind. Das konnten wir mit dem Award nun zweifelsfrei belegen“, sagt Dr. Benjamin Krick, Leiter der Komponenten-Zertifizierung am Passivhaus Institut.

Die Preise werden im Eurogress in Aachen von Prof. Dr. Wolfgang Feist überreicht. Viele der ausgezeichneten Fenster werden von den Herstellern dort zugleich auf einer Fachausstellung präsentiert, die vom 25. bis 26. April 2014 parallel zur Internationalen Passivhaustagung stattfindet. Zur Einstimmung bietet die Passivhaus Austria am 24. April eine Exkursion nach Brüssel als Vorprogramm an.