2 Jahre Passivhaus Austria - bereits über 100 Mitglieder

2 Jahre Passivhaus Austria - bereits über 100 Mitglieder

Am 7.10.2013 wurde die Passivhaus Austria gegründet. In den zwei Jahren konnte bereits vieles erreicht und das Passivhaus wieder besser platziert werden. Auch gelang es uns, stetig zu wachsen und nun über 100 Mitglieder vorzuweisen. Wolfgang Feist, Präsident der Passivhaus Austria, nützte die Gelegenheit des Geburtstages, um Grußworte an alle aktiven Passivhaus-Akteure zu senden.

Grußworte von Wolfgang Feist:

"Einen herzlichen Glückwunsch – an alle Mitglieder, die durch ihre Aktivität ein erfolgreiches Wachstum der österreichischen Passivhaus-Vertretung ermöglicht haben! Auf die Substanz kommt es an – die realisierten Gebäude, ihre Qualitäten, die entwickelten Produkte, der erreichten Erkenntnisse. Das Passivhaus macht in Österreich deutlich, dass eine nachhaltige Entwicklung am Bau möglich ist – ohne unvertretbaren Aufwand, im Wesentlichen durch die Verwendung von Know-how und von Tools, die wie PHPP und DesignPH bereitgestellt werden – und durch den Einsatz energieeffizienter Passivhaus zertifizierter Komponenten, die inzwischen von Österreich in alle Welt geliefert werden. Dass gut 40% aller am Tag des Passivhauses 2015 geöffneten Gebäude in Österreich stehen, ist ein Ausdruck des hohen Engagements unserer Mitglieder. Alles ist dabei – vom eingeschossigen Einfamilienhaus (ja, auch das geht als Passivhaus) über Schulen, Bürohochhäuser bis zum Supermarkt und sogar eine Fabrik im Passivhaus-Standard.

Das Passivhaus ist die sichere Basis für eine nachhaltige Energieversorgung von Gebäuden; entscheidend dafür ist, dass die Energiebedarfswerte auch im Winter in einem vertretbaren Rahmen bleiben, weil die sonst durch die Heizung erzeugte Winterspitze bei weniger energieeffizienten Gebäuden nur mit teuren saisonalen Energiespeichern aus erneuerbarer Energie aufgebracht werden kann. Mit dem Passivhaus-Standard reicht dagegen schon die bereits heute verfügbare leicht speicherbare nachhaltig regional gewinnbare Biomasse dafür aus – und zwar für alle, die auf diese hohe Effizienz setzen. Neue österreichische Projekte der letzten Jahre beweisen ebenso, dass Passivhaus-Standard durch die heute verfügbaren guten Komponenten für alle erschwinglich ist – und das ist sogar möglich zu Baukosten, die spürbar unter denen heutiger durchschnittlicher Neubauten liegen.

Bund, Länder und Gemeinden in Österreich wären gut beraten, dem Passivhaus-Standard einen größeren Spielraum in der Umsetzung und insbesondere EnerPHit bei der nachhaltigen Sanierung zu geben. Wichtig ist vor allem, dass das bewährte Planungstool PHPP Grundlage der Projektierung sein kann und die so erhaltenen Effizienznachweise direkt akzeptiert werden. So kann eine bessere Zielerfüllung garantiert werden – denn beim Passivhaus, berechnet nach PHPP, gibt es keinen Performance-Gap.

Ein herzliches Dankeschön an alle Aktiven – und weiterhin viel Schwung!

Ihr

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist,

Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen, Universität Innsbruck"

 

Zeit um Zwischenbilanz zu ziehen

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten besonders auch in der Baubranche konnte die Passivhaus Austria in den zwei Jahren ihres Bestehens ihren Mitgliederstand kontinuierlich verdreifachen.

Mittlerweile können wir bereits auf ein Netzwerk von 104 Experten in den unterschiedlichsten Bereichen des Passivhauses verweisen.

  • 30 Mitglieder per 7.10.2013
  • 66 Mitglieder per 7.10.2014
  • 104 Mitglieder per 7.10.2015

Rechtzeitig vor den Tagen des Passivhauses werden wir auch die 100 Seiten umfangreiche grüne Broschüre der Passivhaus Austria heraus bringen. Sie informiert sehr ausführlich über Passivhaus Basiswissen und Detailwissen, die Passivhaus Austria und ihre Mitglieder, präsentiert 10 Passivhaus Objekte im Detail, sowie 84 Passivhaus Besichtigungsobjekte.

Ebenso werden heuer zumindest 100 Besichtigungsobjekte bei den Tagen des Passivhauses aktiv teilnehmen.

Waren 2013 ganze 12 zertifizierte Passivhäuser aus Österreich in der Datenbank zu finden, können wir heute bereits auf 50 zertifizierte Passivhäuser verweisen. Und es sind zurzeit noch eine ganze Reihe weiterer Projekte gerade im Zertifizierungsstadium.

Mittwoch, 7 Oktober, 2015