Klimaschutzpreis im Zeichen des Passivhauses

Der Österreichische Klimaschutzpreis zeichnet auch im Jahr 2013 wieder die besten Projekte für aktiven Klimaschutz aus. Viele vorbildliche Projekte und kreative Lösungen sind im Sommer 2013 bei der Jury eingelangt. Die Einreichungen kommen aus ganz Österreich: von Unternehmen und Institutionen, Privatpersonen, Schulen und Gemeinden. Auch dieses Jahr sind wieder Passivhaus-Projekte ganz vorne mit dabei.

So wurde etwa nachgewiesen, dass die von der Neuen Heimat Tirol errichtete zweitgrößte Passivhausanlage, das Lodenareal, die versprochenen Energieeinsparungen und den Wohnkomfort einhält. Die OeAD-Wohnraumverwaltung GmbH errichtet bereits seit 2005 ihre Studentenheime nur mehr als Passivhäuser und zeigt vor, dass es sich auszahlt, aufs Passivhaus zu setzen.

Nachgemessen: Passivhaus-Anlage Lodenareal Innsbruck wird zum Referenzprojekt
Mit 354 geförderten Passivhaus-Mietwohnungen und einer Wohnnutzfläche von insgesamt 26.000 m² ist am Innsbrucker Lodenareal vor drei Jahren eine der größten Passivhaus-Wohnanlagen Europas bezogen worden. Die Neue Heimat Tirol macht als größter Tiroler gemeinnütziger Bauträger damit deutlich, dass der Passivhaus-Standard sich bestens für nachhaltiges leistbares Wohnen prädestiniert.  Wie sich der Passivhaus-Standard der dortigen Wohnungen auf den Energieverbrauch, den Wohnkomfort und die Nutzerzufriedenheit auswirkt, wurde im Rahmen umfangreicher, mehrjähriger Messungen erhoben und analysiert. Das Messprojekt wurde auch als Chance genutzt, um allgemeine, oft kritische Aussagen zum Passivhaus-Standard zu überprüfen. Das Ergebnis zeigt einerseits eine hohe Zufriedenheit der BewohnerInnen und andererseits die Zielerreichung bei den energetischen Einsparungen. Dieses Projekt kann daher als wichtige Entscheidungsreferenz für Bauträger betrachtet werden und wurde auch als solche bereits mehrfach genutzt.
Das Lodeanareal in der Passivhausdatenbank

Passive house for active students!
Die OeAD-Wohnraumverwaltung hat den Passivhaus-Standard zu ihrem Mindestanspruch bei der Errichtung von OeAD-Studentengästehäusern erklärt und im Zuge dessen ihren ökologischen Fußabdruck bereits maßgeblich senken können. Mit der Realisierung von insgesamt fünf Objekten dieser Art ist es mittlerweile jährlich 2.500 Studierenden aus aller Welt möglich, während ihres Studienaufenthaltes in einem Passivhaus zu leben und zu studieren. Mit dieser Initiative setzt das Unternehmen einen deutlichen Akzent und beweist einmal mehr die Vorreiterrolle Österreichs bei energieeffizienten Bauweisen. Darüber hinaus wird das gesammelte Know-how über den Passivhaus-Standard mit den internationalen Studierenden geteilt und das Bewusstsein dafür so in die ganze Welt weitergetragen. Die Sommerakademie „Green.Building.Solutions.“ der OeAD-Wohnraumverwaltung greift die zentralen ökologischen, ökonomischen, technischen und gesellschaftlichen Aspekte nachhaltigen und energieeffizienten Planens und Bauens auf und bietet ihren Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, fachspezifische Inhalte aus interdisziplinärer Perspektive zu beleuchten und praxisnah kennenzulernen.
Das Studetenheim Molkereistraße in der Passivhausdatenbank
Das Studentenheim Gasgasse in der Passivhausdatenbank

Voten auch Sie noch bis 4. November für diese beiden Vorzeige Passivhaus-Objekte.

Montag, 28 Oktober, 2013